Race Across The Alps 2011 (RATA) PDF Drucken E-Mail
Touren
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, 28. Juli 2011 um 12:54 Uhr

Rainer Sülberg und Jörg Kowalke haben mit einer Ultradistanz auf dem Rennrad den RATA 2011(Race Across The Alps) in Nauders absolviert.


Dort werden nonstop 533 km und über 14.000 Höhenmeter über 13 Alpenpässe gefahren. In der Anlage findet Ihr einige Stichpunkte und Eindrücke zu dem Event. Leider geht es über 8 Seiten, aber es war eben auch ein langes und unvorstellbares Rennen.
Beide gefinisht in 28:46 Stunden.

Von den Windschattenkumpel unsere Größte Hochachtung. Macht weiter so Jonges!!!

 

 

 

1. Wie seid ihr in den Kreis der Auserwählten gekommen?

Es war Rainers Idee. Er hatte beim Veranstalter angefragt und wurde eingeladen. Rainer hatte mich gefragt, ob ich ihn begleite; im Auto. Zum Begleiten habe ich dann JA gesagt, allerdings auf dem Rad. So mussten wir weitere Betreuer suchen. Ich habe dann auch per Mail angefragt. Unsere Langstreckenerfahrungen aus Transalp, Ötzi und diversen Touren über 300 und 400 km haben wir dann vorgebracht. Wir wurden anstandslos akzeptiert.

 

2. War das Rennen so hart, wie ihr es Euch vorgestellt habt?

Vorstellungen hatte ich nur, wie es sich bis km 300 anfühlen würde. Alles, was darüber hinausgeht, war nicht richtig planbar. Wie verhält sich der Körper wohl? Am Ende habe ich zumindest mit mehr Quälerei hinten raus gerechnet. Zum Beispiel habe ich nicht geglaubt, den Umbrailpass noch mit knapp 10 km/h hochfahren zu können, nach dem Vorprogramm. Dennoch hatten wir einige Tiefen: Rainer hatte Durchfall, ich hatte vom Bernina bis zur Pause nach dem Albula Bauchschmerzen.


3. Würdet ihr wieder so ein hartes Rennen machen? War das vielleicht erst der Anfang? Ich denke da so an RAAM...?

Ich glaube das können wir heute noch nicht sagen. Ein RAAM solo finde ich zu hart. Das Buch von Michael Nehls über das RAAM haben wir übrigens beide ;-)

4. Was motiviert Euch, so ein Rennen zu bestreiten? Die große Frage nach dem WARUM?

Wir lieben die Berge und ich denke, die Tour, das waren Berge pur. Dass das ganze machbar ist, haben ja einige Sportler schon gezeigt. Eine extreme Tour, die unterwegs die meiste Zeit und in der Nachbetrachtung viel Spaß gemacht hat. Richtig begründen kann ich das aber nicht.

5. Konntet ihr die Landschaft trotzdem genießen?

Klar. Wir sind nie "Kniegas" gefahren, daher ging das schon ganz gut, anders als bei einer Transalp, die man auf Platzierung fährt.

6. Wie war es in der Dunkelheit zu fahren? Will der Körper nicht eigentlich schlafen

Ich war zu keiner Zeit müde wahrscheinlich weil wir voller Adrenalin waren. Das KO kam erst, als wir abends im Zimmer waren. Die Nachtfahrt war an sich toll dank der LUPINE Lampen. Mit 60 Sachen den schmalen Mortirolo runter, das macht Spaß. Nachts war nur die Kalte das Problem.

7. Wie erholt man sich nach so einem Rennen? Stellt Du das Rad erst mal in die Ecke?

Erst mal nichts tun. Evtl. am WE etwas locker ausradeln. Ich hatte an sich vor, in Altena dem Sprint zu machen, weil dies dort die Stadtmeisterschaften sind. Da habe ich noch eine Rechnung aus 2009 offen (2. Platz mit 1 sek. Rückstand). Stand heute melde ich aber nicht, evtl. spontan am Sonntag, wenn ich mich erholt fühle.
Mittwoch fahren wir schon in die Dolomiten...

 

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